Curtis Stigers & Band - Hooray For Love

Curtis Stigers ist frisch verliebt und hat dies zum Leitthema seines neuen Albums Hooray For Love!. Neben George Gershwin, Jerome Kern und Frank Loesser - Klassikern singt er natürlich auch eigene neue Songs und ein Stück des texanischen Songwriters Steve Earle.

Der Sänger, Saxophonist und Songwriter Curtis Stigers ist so etwas wie eine vom Aussterben bedrohte Spezies in der Musikindustrie: Er nimmt nur die Musik auf, die er selber liebt, hat ein Label hinter sich, das ihn unterstützt, und führt seit über zwanzig Jahren eine erfolgreiche Karriere, in deren Verlauf er geschickt zwischen verschiedenen Genres wechselte - von Pop und Jazz über Blues, Soul und Folk bis hin zu Americana und Country - und diese oft miteinander verschmolz. Auf jedem Album, das er seit 2001 für Concord Records machte, verwischte Curtis Stigers ganz bewusst die Trennlinien zwischen diesen Stilen. Als ich meine ersten Jazzplatten aufnahm und darauf auch Songs von Elvis Costello und den Kinks interpretierte, reagierten die Leute geschockt, erinnert sich Stigers. Aber heute scheint das fast schon en vogue zu sein. Ich glaube, ich war einer derer, die in dieser Hinsicht für andere Jazzsänger den Weg bereitet haben.

Der 1965 in Hollywood geborene und in Boise/Idaho aufgewachsene Stigers entwickelte schon früh ein Faible für alle erdenklichen Arten von Musik. Mit acht Jahren erstand er sein erstes Album (Elton Johns “Goodbye Yellow Brick Road”) und rief ständig beim lokalen Radiosender an, um Musikwünsche zu äußern. “Ich liebte Plattenläden und das Radio. Damals konnte man in Popsendungen noch alles von Aretha Franklin und Al Green über Deep Purple und Led Zeppelin, Joni Mitchell und Neil Young bis Willie Nelson und Waylon Jennings hören... sogar ein bisschen Jazziges von Spyro Gyra und Chuck Mangione. Als ich aufwuchs lernte ich alle möglichen Sorten von Musik kennen und lieben. Damals gab es noch nicht dieses strikte Formatradio.”
Mit zehn Jahren begann Stigers Klarinette zu spielen, und wenig später Schlagzeug und Saxophon. Weil diese Instrumente im Jazz die größte Rolle spielten, zog ihn diese Musik besonders an. In der Highschool nahm er an wöchentlichen Jamsessions mit dem bekannten Jazzpianisten Gene Harris teil. Mit 21 Jahren ging er nach New York und trat als Sänger und Saxophonist in Blues-Clubs auf und lernte auch, wie man Songs schreibt. Sein titelloses Debütalbum, von dem er weltweit über 15 Millionen Exemplare verkaufte, zeigte den Künstler zunächst von seiner poppigen Seite und brachte Radiohits wie “I Wonder Why”, “You’re All That Matters To Me” und “Never Saw A Miracle” hervor. Ungefähr zur selben Zeit steuerte er auch seine Coverversion von Nick Lowes “(What’s So Funny ‘Bout) Peace, Love, And Understanding” zum Soundtrack des Films “The Bodyguard” bei, der sich weltweit mehr als 45 Millionen Mal verkaufte. Tourneen führten ihn durch die ganz Welt, er nahm diverse Alben auf und wurde in Deutschland 2010 und 2013 für die Alben “Lost In Dreams” und “Let’s Go Out Tonight” als Internationaler Jazzsänger des Jahres mit ECHO Jazz Awards ausgezeichnet.

Der Titel der CD “Hooray for love!” ist altmodisch, „stammt noch aus einer Zeit, als alles einfacher, unschuldiger und romantischer war”, meint Stigers. Das Repertoire besteht überwiegend aus Standards und enthält Juwelen wie Gershwins Love Is Here To Stay, Jerome Kerns The Way You Look Tonight und den durch Frank Sinatra bekannt gewordenen Song You Make Me Feel So Young. Ich konzipierte das Album wie eine alte Nat-King-Cole-Platte aus den 1950ern, denn ich liebe die Aufnahmen aus dieser Periode, weil die populären Sänger damals mit Jazzmusikern und einem jazzigen Feeling klassische Popalben machten. Meine bisherigen Alben waren geradlinige Jazzalben, sehr konzeptionell, mit langen Soli. Diesmal wollte ich konzentrierter vorgehen, den Jazzeinfluss benutzen und ein Solo hier und da einstreuen, aber dieses dann auf die besten acht Takte beschränken und nicht über 64 Takte ausufern lassen. So machte man das damals bei den alten Scheiben von Nat King Cole, Doris Day oder Sinatra. Wichtig ist der Song und die Geschichte, die er erzählt - und in diesem Fall ist es eine romantische Geschichte.”

Aber natürlich mischt Stigers unter die alten Klassiker auch neue Stücke. Neben dem Titelsong, den er gemeinsam mit seinem Trompeter und Koproduzenten John “Scrapper” Sneider schrieb, komponierte er auch noch Give Your Heart To Me und A Matter Of Time. Neueren Datums ist auch Steve Earles Valentine’s Day. “Es gibt nicht allzu viele Jazzsänger, die von Steve Earle gehört haben. Und während es einerseits wichtig ist, das ‘Great American Songbook’ am Leben zu erhalten, ist es nicht weniger wichtig, ihm neues Material zuzuführen. Auch heute werden noch großartige Songs geschrieben. Deshalb habe ich auch kein Problem damit, eine Nummer von Steve Earle Seite an Seite mit einem Gershwin-Klassiker zu präsentieren. Beide sind großartige Songwriter und passen meiner Ansicht nach absolut perfekt zusammen.”

Musiker: Curtis Stigers - vocals & tenor sax, John “Scrapper” Sneider – trumpet, Matthew Fries – piano, Matt Munisteri – guitar, Cliff Schmitt – bass, Keith Hall - drums

eventbild

Details

Datum: 08.11.2014

Zeit: 20:00 Uhr

Ort: Georg-Friedrich-Händel-Halle Halle

Preise & Tickets

Preisgruppe 1: 40,00 Euro

Preisgruppe 2: 36,00 Euro

Preisgruppe 3: 34,00 Euro

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