Wolfgang Muthspiel Quintet - In concert

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Wolfgang Muthspiel wurde einmal als der „leiseste Gitarrist der Welt“ bezeichnet. Man muss allerdings die Nuancen dieses Adjektivs mitbedenken: Leise bedeutet nämlich im Falle Muthspiels subtil, differenziert, genau, behutsam, virtuos, schwebend. Auf allen Alben des Österreichers lässt sich diese Feinheit nachhören, besonders aber auf seiner mit einer „Traumband“, wie er selber sagte, aufgenommenen CD „Rising Grace“ (2016). Mit Brad Mehldau, Ambrose Akinmusire, Larry Grenadier und Brian Blade schuf er geradezu magische Momente. Seine Kompositionen schienen wie gemacht für diese Band: Zuversicht und Sanftheit gehen von diesen Stücken aus; die Stimmen der Musiker fließen unmerklich ineinander, und manchmal löst sich eine heraus, um filigrane Akzente zu setzen. Muthspiels warmer Ton ist zurückgenommen, dabei äußerst prononciert. Die Balance zwischen Ensemblespiel und dem Freiraum für die Akteure ist auf wunderbare Weise austariert.

Nun kommt Muthspiel mit einem nicht minder aufregenden Quintett nach Halle: Dem Trompeter Matthieu Michel wird nachgesagt, dass er einer jener wenigen Musiker ist, die in der Improvisation zu hundert Prozent spielen, was sie innerlich hören. Der Pianist Colin Vallon ist der angesagte Schweizer Jazzpianist. Der Bassist Larry Grenadier hat „Rising Grace“ mit eingespielt und gehört u. a. zum Trio von Brad Meldau. Jeff Ballard arbeitete mit Chick Corea und spielt auch heute noch in diversen Projekten mit ihm. Derzeit ist er Mitglied des Brad Mehldau Trios, Joshua Redman?s Elastic Band mit Jason Moran, McCoy Tyner oder Dave Holland.

Wolfgang Muthspiel ist ein österreichischer Gitarrist und Komponist. 1965 in Wien geboren, arbeitete und lebte er lange Jahre in den USA, bevor er zu Beginn des neuen Jahrtausends zurück in die Heimat siedelte. Seine Arbeit als Band- und Co-Leader ist auf über 30 CDs dokumentiert, für die er den Großteil der Stücke komponierte und die stets ein beeindruckendes Line-Up aufweisen: Von Brad Mehldau, Brian Blade, John Patitucci, Bob Berg, Gary Burton, Dave Liebman, Paul Motion und Trilok Gurtu versammelt er stets das who-is-who des zeitgenössischen Jazz auf seinen Tonträgern und seinen Tourneen.

Muthspiel gilt als Entdecker großer Talente. Er leitet seit 2002 die Gitarrenabteilung der Hochschule für Musik Basel Abteilung Jazz und gründete dort 2017 das weltweit neuartige Projekt Focusyear. Seine vielbeachteten und hochgelobten Veröffentlichungen auf ECM Records und seinem eigenen Label Material Records brachten ihm den Ruf als einer der besten Gitarristen seiner Generation ein, sowie zahlreiche Platzierungen in weltweiten Alben-Besten-Listen.

Muthspiels letzte Veröffentlichung „Rising Grace“ versammelte Ambrose Akinmusire, Brad Mehldau, Larry Grenadier & Brian Blade auf einem Album und stellte seine virtuos-kreative Musikalität jenseits von Genregrenzen abermals eindrucksvoll unter Beweis. Folglich wurde das Album von vielen als bestes Jazzalbum 2016 gehandelt und es folgten zahlreiche ausverkaufte Konzerte weltweit. In Halle spielt es mit seinem handverlesenen Quintet.

Matthieu Michels einzigartiges Spiel auf Trompete und Flügelhorn brachte ihm den Ruf als einer der bemerkenswertesten Musiker Europas ein. Seine Phrasierung und sein Sinn für Melodie beflügeln seit mehreren Jahrzehnten die Musik zahlreicher Bands und Projekte. Sein besonderes Timbre, sein Gespür für die Improvisation, seine gekonnte Introspektive und seine Poesie zeichnen ihn aus. Matthieu Michel ist einer jener wenigen Musiker, die in der Improvisation zu hundert Prozent spielen, was sie innerlich hören.
1963 im Schweizerischen Fribourg geboren, begann er im Alter von 6 Jahren mit dem Trompetenspiel und studierte bei Amerco Bellotto.
Seine lyrischen Solos und Melodieinterpretationen führten ihn auf unzähligen Tourneen und sind auf über 350 Aufnahmen verewigt (Labels wie ECM, Universal & Blue Note). Neben seiner seit 1992 andauernden Mitgliedschaft im Vienna Art Orchestra, spielt er unter anderem mit Susanne Abbuehl, Malcolm Braff, Richard Galliano und Daniel Humair.

Colin Vallon wurde den 17 November 1980 in Lausanne geboren. Bereits im jugendlichen Alter nach einer Ausbildung im klassisches Piano, entdeckte die Improvisation als Autodidakt. 1999 gründete er das Colin Vallon Trio mit dem er vier Alben (2 bei ECM) produzierte und bei mehreren internationalen Festivals (u. a. Wilisau, Paris, Vienne, Rome, London, Portland, Montreal) gastierte. Colin Vallon arbeitet als Komponist für Theater, Film und Ballett. Er gewann mehrere Auszeichnungen, u. a. den Preis der Fridl-Wald Stiftung, der
Nico Kaufmann Stiftung und der SUISA Stiftung. Er wurde 2016 für den Schweizer Musikpreis nominiert. Seit 2009 unterrichtet er an die Hochschule der Künste Bern.

Larry Grenadier wurde 1966 in San Francisco in eine musikalische Familie geboren. Schon im im jugendlichen Alter spielte er mit Jazzgrößen, wie Joe Henderson oder Stan Getz. Nach seinem Studienabschluss ging er nach Boston, um mit dem Gary Burtons Quintett zu spielen, welches zu jener Zeit u. a. mit Wolfgang Muthspiel und Donny McCasslin besetzt war. Nach einigen Welttourneen übersiedelte er nach New York, wo er musikalische Vebindungen zu einer Gruppe von Musikern wie Joshua Redman, Kurt Rosenwinkel, Jorge Rossy, Mark Turner und Chris Cheek pflegte. In den frühen 9oer Jahren traf er schliesslich Brad Mehldau, in dessen Trio er bis heute einen unverwechselbaren Beitrag leistet. In die 90er fallen aber auch Konzerte und Aufnahmen mit Pat Metheny, John Scofield, Paul Motian, Charles Lloyd und Michale Brecker. Er ist ausserdem Co-Leader im Trio FLY, mit Marc Turner und Jeff Ballard. Larry tourt auch mit seiner Frau, der Sängerin Rebecca Martin, mit der er eine enge
musikalische Verbindung pflegt.

Jeff Ballard wuchs in Santa Cruz, Kalifornien auf. Als Kind hörte er die Musik, die sein Vater regelmässig am Wochenende auflegte – Count Basie, Ella Fitzgerald, Louis Armstrong, Sergio Mendez, Oscar Peterson, Milton Nascimento – und verliebte sich sofort in den Klang der Musik und besonders den Klang und das Tempo der Trommeln und Becken. Auf dem College begann er Musiktheorie zu studieren und in diversen Bigbands und kleineren Besetzungen zu spielen.
Mit 25 Jahren schloss er sich Ray Charles? Band an und tourte mit ihm drei Jahre lang ausgiebig, bevor er nach New York City zog, um dort gleich gesinnte Musiker zu finden, die wie Ballard ein Klangideal zwischen Tradition und moderner Interpretation im Spiel und Ausdruck erstrebten. Er fand diese in Kurt Rosenwinkel, Mark Turner, Brad Mehldau, Avishai Cohen, Guillermo Klein, Larry Grenadier, Ben Allison und vielen weiteren.
Er schloss sich 1999 Chick Corea an und spielt auch heute noch in diversen Projekten mit ihm. Derzeit ist er Mitglied des Brad Mehldau Trios, Joshua Redman?s Elastic Band und Co-Leader der Band Fly, mit Mark Turner und Larry Grenadier.

Featuring
Matthieu Michel (Trompete, Flügelhorn)
Colin Vallon (Piano)
Larry Grenadier (Bass)
Jeff Ballard (Schlagzeug)

eventbild

Details

Datum: 30.10.2018

Zeit: 20:00 Uhr

Ort: Oper Halle

Preise & Tickets

Preisgruppe 1: 32,00 Euro

Preisgruppe 2: 28,00 Euro

Preisgruppe 3: 22,00 Euro

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